wenn man denkt es kann nicht schlimmer werden,
wieso wird es dann immer noch schwerer?
kann man das Fair nennen?
Das Leben ist Dominospielen. Jeder Mensch versucht seine eigene Domino-Strecke möglichst lang zu bauen. Die Steine sollen gerade und im selben Winkel stehen. Exakt aneinandergereiht, damit kein Stein fehlt. Am Ende soll die Strecke perfekt aussehen, ohne Macken und länger als alle anderen sein. Doch manchmal fällt dir ein Stein um. Du schaffst es, zurückzugehen und ihn wieder aufzurichten. Plötzlich fällt der nächste, obwohl du dachtest, deine Strecke wäre sicher. Meistens schaffst du es, das Fallen aufzuhalten, doch du musst viele deiner Steine wieder aufstellen. Die Motivation, dein Leben möglichst lange zu bauen, verfliegt mit der Zeit. Je mehr Steine fallen, desto weniger Kraft hast du, sie alle wieder zu richten. Es gibt jedes Mal die Möglichkeit, aufzugeben - doch trotz deiner Müdigkeit bist du bereit, sie wieder geradezurücken. Aber dann fallen wieder ein paar um. Dieses Mal war es nicht deine Schuld. Ein anderer hat sie umgeworfen und nicht wieder hingestellt. Das ist ein besonders großer Schaden. Du versuchst, weiter zu bauen. Mit der Zeit musst du viele Hindernisse überwinden, und feststellen, dass wieder und wieder ein paar Steine umfallen. Doch irgendwann fallen zu viele Steine, du kommst du nicht mehr nach. Dein Leben liegt in Trümmern. Aber du gibst nicht auf, noch nicht. Du möchtest doch die perfekte Strecke. Eine Zeit lang stellst du deine Steine wieder auf, doch es fallen immer mehr. Wäre es dann nicht einfacher, alle umfallen zu lassen? Wäre es nicht einfacher, das Leben aufzugeben?